Nach den ersten 100 Tagen im Amt hat die Rhein-Zeitung die Präsidentin des Landesjagdverbands Rheinland-Pfalz, Dr. Gitta Greif-Werner, und den stellvertretenden Schatzmeister Klaus Nieding zum Gespräch eingeladen. Im Mittelpunkt stand dabei eines der derzeit wichtigsten Themen des LJV: das neue Landesjagdgesetz.
Mit den inzwischen angekündigten Änderungen ist aus Sicht des Landesjagdverbands ein erster Schritt in die richtige Richtung gemacht. Gleichzeitig sieht der LJV weiterhin wesentlichen Änderungs- und Klärungsbedarf.
Im Gespräch mit der Rhein-Zeitung erläuterten Dr. Gitta Greif-Werner und Klaus Nieding, welche Punkte aus Sicht des Verbandes noch angepasst werden müssen. Dazu gehören unter anderem die Ausgestaltung der Mindestabschussplanung und der forstbehördlichen Stellungnahme sowie die Frage, wie Jagdrechtsinhaber, Jagdgenossenschaften, Kreisjagdmeister und Bewirtschaftungsgemeinschaften tatsächlich stärker in die Verantwortung genommen werden können.
Der LJV setzt dabei auf eine Jagdpolitik, die die Verantwortung vor Ort stärkt und die Zusammenarbeit von Jagd, Land- und Forstwirtschaft fördert. Gerade angesichts von Waldumbau, Wildschäden, Klimawandel und der Rückkehr des Wolfs braucht es aus Sicht des Verbandes praxistaugliche Regelungen und eine Zusammenarbeit der Beteiligten auf Augenhöhe.
Die Diskussion um das neue Landesjagdgesetz ist damit für den LJV noch nicht abgeschlossen. Der Verband wird seine konkreten Änderungsvorschläge weiterhin in das laufende Verfahren einbringen und den weiteren parlamentarischen Prozess konstruktiv begleiten.

Das ausführliche Interview von Maximilian Eckhardt und Anke Mersmann mit Dr. Gitta Greif-Werner und Klaus Nieding ist in der Rhein-Zeitung erschienen:


