Meldebogen zur Erfassung von Schlagopfern an Windkraftanlagen

Der LJV ruft in Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum Mainz, Landessammlung für Naturkunde, und dem Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz zur Erfassung von Schlagopfern an Windkraftanlagen auf.

Um das Wissensdefizit im Zusammenhang mit den negativen Auswirkungen von Windkraftanlagen auf zahlreiche Vogel- und Fledermausarten zu beseitigen, muss die Datenlage verbessert werden. Hierzu haben der LJV, das Naturhistorische Museum Mainz und das Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht RLP einen Meldebogen erstellt.

In Brandenburg, wo man die Schlagopferkartei für Deutschland führt, sind die Kollegen für jede Meldung eines an WEA verunfallten Vogels oder einer Fledermaus dankbar. Wichtig ist dabei, dass die Fundumstände (wo genau, wann, wer, welche Art) exakt dokumentiert werden. Das meiste lässt ich in Zählbögen eintragen, aber jetzt ist natürlich nicht jeder Jäger zugleich begnadeter Vogel- oder Fledermauskundler. Wenn die Artdiagnose nicht sicher ist, dann ist die Meldung ohne Wert. Auch Hinweise wie „Milan“ oder „Falke“ (Schwarz- oder Rotmilan, Turm-, Baum- oder Wanderfalke?) sind nicht ausreichend.

Am besten ist deshalb die Sicherung des Beleges durch Einfrieren. Geht das nicht, sollten vom Schlagopfer Fotos gemacht werden, auf denen alle relevanten Merkmale von oben, von unten und von der Seite zu erkennen sind. Auch ein Maßstab (Zollstock) sollte im Foto zu sehen sein, um die Größe des Schlagopfers zu erkennen. Insbesondere Kopf, Schnabel, Schnauze, Fänge, Flughäute etc. sind für die Ansprache wichtig! Regelmäßige Begehungen sind besonders wertvoll, das kann auch eine interessante Form der Naturbeobachtung und Dokumentation sein, so wie beispielsweise Zug- oder Wasservogelzählungen.

Leiten Sie die Fotos und/oder Funde (Tiere in Zeitungspapier einwickeln und in Plastiktüte direkt verschließen) mit den dazugehörigen Daten an die LJV-Geschäftsstelle, Fasanerie, 55457 Gensingen, weiter. Durch die Kooperation mit und die Beauftragung durch die Landessammlung für Naturkunde, der am Ende die Belege zugeleitet werden, und die über eine entsprechende Erlaubnis verfügt, ist das Aufsammeln von Arten, die dem Naturschutzrecht unterliegen, abgesichert. Die Meldungen und gefrorenen Tiere werden in regelmäßigen Abständen von Spezialisten untersucht, ausgewertet und die Ergebnisse weitergeleitet.

Hier können Sie den Meldebogen herunterladen.

 

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Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. • Egon-Anheuser-Haus, 55457 Gensingen • Postfach: 27  • Tel.: 06 727 / 89 44 0 • Fax: 06 727 / 89 44 22

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