Vernetzung der Lebensräume

Die Vernetzung der Lebensräume ist eine wichtige Aufgabe, um Luchse langfristig wieder in Zentraleuropa zu etablieren. Die vorhandenen - jedoch zu kleinen - Wald-Lebensräume müssen miteinander vernetzt werden, um einer überlebensfähigen Population ausreichend gute Perspektiven zu bieten. Grünbrücken könnten diese Vernetzung ermöglich und würden auch anderen Arten wie Rotwild und Wildkatze nutzen.
 

Länderübergreifendes Management : Alpenraum (grün), rheinische Mittelgebirge (rot) und Ostbayern und Böhmen bis hin zu den Karpaten (blau)
Quelle: Luchs-Projekt Pfälzerwald/Vosges du Nord e. V
 

Potenziell geeignete Luchs-Lebensräume

Der Flächenbedarf des Luchses ist enorm. Daher ist es unabdingbar, die möglichen Lebensräume in verschiedenen Ländern miteinander zu verbinden. Eine Kooperation auf internationaler Ebene ist dabei unabdingbar.
 

Foto: Anders, Nationalpark Harz

Schadt et al. (2002) hat in Deutschland mittels eines Habitatmodells geeignete Flächen identifiziert, die für mindestens ein residentes Weibchen (angenommenes Streifgebiet von ≥ 99 km²) ausreichen.

Für eine überlebensfähige Population sind jedoch mindestens 50 – 100 Individuen erforderlich. Hier hat der Pfälzerwald gegenüber anderen potentiell geeigneten Lebensräumen in Deutschland durch die Verbindung mit den Vogesen einen großen Vorteil.
 

Stephanie Schadt, Eloy Revilla, Thorsten Wiegand, Felix Knauer, Petra Kaczensky, Urs Breitenmoser, Ludek Bufka, Jaroslav Cerveny, Petr Koubek, Thomas Huber, Cvetko Stanisa, Ludwig Trepl (2002). Assessing the suitability of central European landscapes for the reintroduction of Eurasian lynx. Journal of Applied Ecology 39(2):189-203.)
 

Wiederansiedlung des Luchses im Pfälzerwald

 

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