Tierische Strategien gegen Winterkälte (05.01.2017)

Zum Wochenende meldet sich der Winter mit eisigen Temperaturen zurück. Wildtiere sind für solche Wetterverhältnisse bestens gerüstet.
 

Tierische Wintermode ist für das kommende frostige Wochenende ideal. Das Fell der Rehe hat eine Art „Dauerwelle“. Ihr langes, hohles Winterhaar ist im Gegensatz zum kurzen Sommerkleid stark gewellt, wodurch gut isolierende Luftpolster entstehen. Wildschweine tragen unter den dunklen Borsten eine dichte Unterwolle, die wie warme, lange Unterwäsche funktioniert und sie so vor der Kälte schützt.

Doch ist nicht Kälte der Taktgeber für die Winterstrategien der Wildtiere, sondern das Tageslicht. Werden die Tage kürzer, stellen sich die tierischen Waldbewohner auf Winterzeit um. Temperaturen und Witterung beeinflussen die Tierwelt sekundär. So ist für die Reduzierung des Stoffwechsels bei Rehen und Rotwild die Lichtintensität verantwort-lich. Um Energie zu sparen, kann Rotwild beispielsweise den Herzschlag auf 30 Schläge pro Minute senken. So können sie viel Energie sparen, um den im Sommer angefutterten Winterspeck langsam zu verbrennen. Auch Rehe schalten in den Wintermonaten auf „Sparmodus“ um. Jetzt gilt es, so wenige Fettreserven wie möglich zu verbrauchen.

Siebenschläfer, Haselmaus oder Igel schlafen über Monate, um möglichst viel Energie zu sparen. Dachs, Waschbär oder Eichhörnchen halten dagegen Winterruhe. Nur wenige Male wachen die Tiere auf, um Futter zu sammeln und zu fressen. So können sie eben-falls viel Energie sparen.

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WIldschwein im Schnee. Foto: Scherwinski/LJV

 

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