Pressemeldung:Landesjägertag 2017: Jägerschaft zeigt gesellschaftliches Engagement (19.05.2017)

Auf der Jahreshauptversammlung der rheinland-pfälzischen Jägerschaft unterstreicht der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) sein gesellschaftliches Engagement. Zudem wird der Ehrenpreis 2017 für Natur- und Umweltschutz des LJV vergeben.

 

LJV-Präsident Michael  unterstreicht auf dem Landesjägertag 2017 in Andernach das gesellschaftliche Engagement der Jägerschaft. Foto: LJV-RLP
Landesjägertag 2017_Präsident Michael_News

Ob die Schaffung von mehr Artenvielfalt im Offenland, die Unterstützung der Auswilderung von Luchsen im Pfälzerwald oder der Einsatz für mehr Verkehrssicherheit durch die Anbringung von Wildwarnreflektoren: die rheinland-pfälzischen Jägerinnen und Jäger engagieren sich in vielfältiger Art und Weise für die Gesellschaft. „Mit der Erfüllung dieser und weiterer Aufgaben steht die Jägerschaft mitten in der Gesellschaft“, so LJV-Präsident Kurt Alexander Michael. „Denn mit der verantwortungsvollen Jagdausübung erfüllen wir nicht nur einen gesetzlichen Auftrag, sondern tragen unseren Teil dazu bei, die Natur auch für zukünftige Generationen in seiner ganzen Pracht zu erhalten.“

Anfang 2017 ertönte der Startschuss zum „Wildschutzprogramm Feld und Wiese“ (WFW). Das auf mindestens fünf Jahre ausgelegte Großprojekt des LJV hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, der ausnehmenden Lebensraumzerstörung im Offenland mit wirksamen Maßnahmen entgegenzutreten. Wesentlich dabei ist das koordinierte Zusammenwirken sowohl mit der Landwirtschaft als auch mit den zuständigen Behörden. „Wir freuen uns besonders, dass es gelungen ist, unser WFW-Projekt in das Landesprogramm ‚Aktion Grün‘, dem Aktionsbündnis zur Umsetzung der Biodiversitätsstrategie des Landes Rheinland-Pfalz mit einzubringen“, zeigt sich Präsident Michael begeistert.

Für Kurt Alexander Michael ist es eine Selbstverständlichkeit, das Wiederansiedlungsprojekt der Wildart Luchs im Pfälzerwald zu unterstützen. „Wir nehmen die Hegeverpflichtung für alle im Anhang zum Landesjagdgesetz aufgeführten Wildarten ernst. Daher kann es für uns keine unterschiedliche Einstufung in ‚gutes‘ Wild oder ‚böses‘ Wild geben“, so der LJV-Präsident. „Vor diesem Hintergrund sind wir sehr froh, dass dies auch vonseiten der federführenden Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz so eingeschätzt wird und der LJV als wichtigster Projektpartner von Anfang an vertrauensvoll in das LIFE-Projekt mit eingebunden wurde.“ Der Jagdverband verfolgt mit großen Interesse alle Ereignisse und Ergebnisse, die sich zum Beispiel aus den regelmäßigen Bewegungsprofilen der Luchse ziehen lassen.

Ehrenpreis 2017 für Natur- und Umweltschutz

Das jägerische Engagement für die Gesellschaft umfasst unter anderem Stellungnahmen zu Eingriffen in Natur und Landschaft, Mitarbeit in Naturschutzbeiräten, Artenschutzaktionen, Biotop-Patenschaften, Müllsammelaktionen und Umweltbildung. Auch die Verkehrssicherheit steht im Fokus der Waidmänner und Waidfrauen im Land. Bereits vor ei-nigen Jahren haben Jäger begonnen, aus eigenem Antrieb an vielen bekannten Unfallschwerpunkten blaue Wildwarnreflektoren anzubringen.

„Wir verleihen den diesjährigen Ehrenpreis an den Naturschutzobmann der LJV-Kreisgruppe Ahrweiler Ralf Schmidt aus Grafschaft im Landkreis Ahrweiler“ kündigt LJV-Präsident Michael an. „Denn über die zuvor beschriebenen klassischen Aktivitäten hinaus hat Ralf Schmidt eine Vielzahl von weiteren Projekten und Initiativen angestoßen und ins Leben gerufen.“

Beispielhaft ist das „Netzwerk Artenvielfalt“ zu erwähnen. Es ist der Zusammenschluss der Akteure „des ländlichen Raumes“, zu dem der Kreis-Bauern- und Winzerverband so-wie der Kreis-Imkerverband und die Kreisjägerschaft gehören. Ziel des Netzwerkes ist, zu zeigen, dass die nahhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen deren besten Schutz bedeu-tet. Um dies zu erreichen, kümmern sich die Initiatoren unter anderem um die Erhaltung von natürlichen Wiesenwegen, um die Erhaltung von wildtiergerechten Mähzeitpunkten, um die Beratung der Landwirte beim Greening sowie um Biotopgestaltungen mit Land-wirten und Grundbesitzern.

Eine weitere Initiative, die von Ralf Schmidt in die Wege geleitet wurde, ist die Aktion „Blau auf allen Straßen“. Diese Initiative aus dem Jahr 2014 hat sich die Reduzierung von Wildunfällen auf stark befahrenen Straßen durch das Anbringen von Wildwarnreflektoren zum Ziel gesetzt. Mittlerweile sind in 24 Revieren über 2.000 Reflektoren auf einer Strecke von 123 Kilometern installiert. Mit den ersten Jahresstatistiken konnte eine Reduktion von bis zu 80% der im Jahr zuvor registrierten Wildunfälle nachgewiesen werden. „Die beschriebenen Maßnahmen und der außergewöhnliche Einsatz, der dahinter steht, sind beispielhaft“, so LJV-Präsident Michael. „Und deshalb haben wir uns für die Verleihung des mit 1.500 Euro dotierten LJV-Ehrenpreises 2017 für Natur- und Umweltschutz an den Naturschutzobmann unserer LJV-Kreisgruppe Ahrweiler, Ralf Schmidt, entschieden.“

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